Silvia Lopes: Keramikkunst in der Chapada Diamantina

Em Lençóis, Silvia Lopes transforma argila, fogo e tempo em obras de arte em cerâmica. Sua criação nasce da Chapada Diamantina e convida o visitante a viver o território também pelas mãos.
In Lençóis zeigt sich die Landschaft in den Bergen, in uralten Steinen, in Flüssen, Wegen, Blumen und in den Händen jener Menschen, die Erde in Kunst verwandeln. Die Künstlerin Silvia Campos Torres Lopes, die ihre Arbeiten unter dem Namen Silvia Lopes signiert, arbeitet seit vielen Jahren mit Keramik und hat ein Werk geschaffen, das eng mit Chapada Diamantina verbunden ist.

Mandalas prägen ihren künstlerischen Weg und sind zu einem Erkennungszeichen ihrer Arbeit geworden. In ihnen verbindet die Künstlerin Form, Farbe, Wiederholung, Geste und Konzentration. Viele der Farbtöne, die sie in ihren Stücken verwendet, stammen aus natürlichen Pigmenten und aus Erde, die in Lençóis gewonnen wird. So bleibt jedes Werk eng mit der Landschaft verbunden, aus der es hervorgeht.

Die Natur der Chapada Diamantina ist in ihrer Arbeit eine lebendige Inspirationsquelle. Silvia beobachtet die Steine auf den Wegen, die sie geht, die Blumen der Region, die Farbtöne der Erde und die Bewegungen der Landschaft. Aus diesen Eindrücken entstehen Werke, die ihre eigene Sicht auf diesen Ort tragen. Ihre Arbeit steht für eine künstlerische, sensible und persönliche Interpretation der Natur.

Zu ihren jüngsten Arbeiten gehört eine von den Steinen der Chapada Diamantina inspirierte Kollektion, die als Installation konzipiert ist. Darüber hinaus hat Silvia die clitórias geschaffen, Werke, die von den gleichnamigen Blumen inspiriert sind, die in der Region vorkommen und für ihre Ähnlichkeit mit der Vulva bekannt sind. Diese Arbeiten zeigen die organische Kraft ihrer künstlerischen Forschung und die unmittelbare Verbindung zwischen Körper, Natur und Keramik.

Mandalas circulares em cerâmica feitas por Silvia Lopes, dispostas sobre recortes de jornal. As peças têm desenhos geométricos em relevo, tons terrosos e detalhes coloridos em azul, rosa, verde e branco.
Der Umzug nach Lençóis veränderte auch ihre Arbeitsweise. In São Paulo wurde Silvia bei der Umsetzung einiger Stücke von einem Töpfer unterstützt. In Lençóis begann sie, den Prozess selbst zu führen, direkter und stärker von Hand. Diese Veränderung brachte ihre Keramik näher an organische Formen, im Einklang mit der Natur, die den Alltag der Stadt prägt.

Keramik braucht Zeit. Ein Stück entsteht in mehreren Schritten: die Vorbereitung des Tons, das Formen, das Trocknen, das Brennen, das Warten und die abschließende Bearbeitung. Für Silvia steht dieser Prozess in engem Zusammenhang mit Reifung. Keramik lehrt, jede Phase zu respektieren und nichts zu beschleunigen, was seine eigene Zeit braucht.

Diese Beziehung zur Zeit zeigt sich auch in ihrer Erfahrung, in Lençóis zu leben. In der kleinen Stadt, in der Nähe zwischen den Menschen, in der präsenten Natur und in ihrem Freundeskreis fand Silvia eine Lebensweise, nach der sie lange gesucht hatte. Lençóis vereint emotionale Wurzeln, familiäre Bindungen, Freundschaften und eine Landschaft, die unmittelbar an ihrem kreativen Prozess teilhat.

Wenn eines ihrer Werke an einen anderen Ort geht, hat Silvia das Gefühl, dass es etwas von ihr und etwas von der Chapada Diamantina mitnimmt. Ihre Stücke befinden sich heute in verschiedenen Teilen der Welt, in Häusern von Menschen, die eine materielle Präsenz dieses Ortes mitgenommen haben. Es bereitet Freude, eine Mandala, ein Keramikbecken oder ein Gebrauchsobjekt aus Lençóis an anderen Orten zu sehen, wo es die Verbindung zwischen Künstlerin, Werk und Landschaft lebendig hält.

Neben ihrer künstlerischen Arbeit bietet Silvia auch Keramik-Immersionskurse an. Diese Erfahrungen laden Besucherinnen, Besucher und Einwohner dazu ein, den direkten Kontakt mit Ton zu erleben, den Rhythmus der Handarbeit kennenzulernen und die eigene Zeit des kreativen Prozesses zu respektieren. Für Menschen, die Lençóis besuchen, ist dies eine weitere Möglichkeit, Chapada Diamantina auch mit den Händen zu erfahren.

Silvia stellt fest, dass Keramik bei vielen Menschen den Wunsch nach Kontinuität weckt. Wer mit Ton arbeitet, möchte danach oft auch in der eigenen Stadt einen Kurs finden, weiter gestalten und den Kontakt mit diesem Material bewahren. Für sie bringt das Berühren von Ton innere Sammlung. Besonders beim Gestalten von Mandalas ordnet die Arbeit mit Ton den Körper, die Aufmerksamkeit und die Präsenz.

Diese Erfahrung passt zu der Art, Chapada zu erleben. Ein morgendliches Bad am Serrano, ein Spaziergang durch die Stadt, eine Wanderung, ein Ausflug ins Vale do Pati oder auf dem Weg nach Capão eröffnen eine andere Beziehung zu Zeit und Natur. Keramik wird Teil dieses Zustands der Präsenz. Sie gibt der Reise Form, Textur und Erinnerung.

Kontakt der Künstlerin:
Silvia Lopes Cerâmicas
WhatsApp: +55 75 99904-5924
Instagram: @silvialopes_ceramicas

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